Krompach
(Krombach)

Krompach (Krombach) ist ein überwiegend zur Erholung genutztes Dorf, gelegen etwa 3 km nordöstlich von Mařenice (Gross Mergtal) in einem Seitental zwischen Plešivec, Kulich und dem mächtigen Grenzberg Hochwald, der die weitere Umgebung dominiert. Teile der Gemeinde sind auch Valy (Schanzendorf) und Juliovka (Juliusthal), mit denen zusammen Krompach zum 1. Januar 2017 ganze 152 Einwohner hatte.

Geschichte

Blick auf die Dorfmitte von Krompach (Krombach) mit dem Ort Valy (Schanzendorf) von Süden.
Blick auf die Dorfmitte von Krompach (Krombach) mit dem Ort Valy (Schanzendorf) von Süden.

Das Dorf wurde wahrscheinlich Mitte des 14. Jahrhunderts bei der Kolonisation des spärlich besiedelten, böhmischen Grenzgebietes durch neue Siedler aus Deutschland gegründet. Erstmals schriftlich erwähnt wurde es im Jahre 1391 als Dorf mit Mühle „Krummbach“, zugehörig zur Herrschaft Mühlstein der Berka von Dauba, welche 1532 zur Herrschaft Zákupy (Reichstatt) kam.
Die Mühle wurde im Ort wahrscheinlich schon während seiner Gründung errichtet, eine erste schriftliche Erwähnung findet sich aber erst im Urbarium der Herrschaft Zákupy aus dem Jahre 1560. Bereits vor dem Jahre 1547 ist aber in Krompach schon eine Glashütte belegt, die Georg Schürer, Bruder des Gründers der Glashütte in Falknov, Pavel Schürer, gründete. Die Hütte stand auf den so genannten Hüttenwiesen am Weg von Krompach über Čtyřdomi nach Mařenice (Gross Mergtal), wobei der genaue Standort heute nicht mehr bekannt ist. Im Jahre 1585 kam der Hüttenmeister Valentin Schürer nach Krompach, dem die Berka von Dubá vier Jahre später das hiesige Hüttenrecht verliehen. Schürer übte in Krompach auch das Amt des Schultheiß‘ aus und besaß außer der Hütte noch ein Gasthaus und eine Mühle. Im Jahre 1592 wurde Valentin Schürer gemeinsam mit seinen Brüdern und seinem Sohn Martin in den Adelsstand erhoben und erhielt den Titel „von Waldheim“. Als er am 29. Januar 1602 verstarb, wurde er in Mařenice (Gross Mergtal) beerdigt, wohin die Menschen aus Krompach zur Kirche gingen. Die Glashütte übernahm dann sein gleichnamiger Sohn und ab 1637 sein Enkel Georg.
Während des 30jährigen Krieges waren die Dorfbewohner mit der Unterbringung und Versorgung der kaiserlichen Truppen und auch der verfeindeten Heere belastet. Ob Krompach dabei zugleich auch geplündert wurde, ist nicht bekannt. Nach dem Ende des Krieges vollzog sich die Rekatholisierung und Menschen anderen Glaubens mussten Böhmen verlassen. Als Protestant ging Georg Schürer deshalb nach Zittau und die Krompacher Hütte übernahm ab 1652 sein Schwager Johann Härtel aus Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz). Unter den offenbar schlechten Bedingungen der Obrigkeit, musste die Hütte aber 1675 schließen. Der Besitzer der Herrschaft, Julius Franz von Sachsen-Lauenburg ließ im Jahre 1687 eine neue Glashütte am unteren Ende des Dorfes errichten. Später entstand hier der nach ihm benannte Ort Juliovka (Juliusthal). Nach seinem Tode im Jahr 1689 verfiel die Hütte und war spätestens zum Ende des 18. Jahrhunderts verschwunden.

In der Mitte des Dorfes stand schon seit dem 16. Jahrhundert das so genannte Schloss, in welchem sich der Sitz der Wirtschaftsverwaltung der Herrschaft Zákupy (Reichstatt) befand. In seiner Nachbarschaft befanden sich spätestens seit 1754 auch die herrschaftliche Brauerei und Weinbrennerei. Im Dorf lebten damals sechs Bauern, 24 Kleinbauern und 86 Häusler, die sich neben der wenig ertragreichen Landwirtschaft hauptsächlich von der Viehzucht und Waldarbeit ernährten. Im 18. und 19. Jahrhundert verbreitete sich hier aber im großen Maße die häusliche Weberei und Spinnerei. An Handwerkern gab es hier einen Schmied, Bäcker, Brauer, Böttcher, Schankwirt und Glasschneider.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bestimmte das Leben der Dorfbewohner der Preußisch-Österreichische Krieg. Während des Siebenjährigen Krieges am 17. Juli 1757 war Krompach von Österreichischen Truppen besetzt und im Jahre 1778 errichteten kroatische Soldaten der kaiserlichen Armee in Valy (Schanzendorf) Schanzen. Zu Gefechten kam es hier damals nicht, aber die Dorfbewohner mussten sich um die Unterbringung und Versorgung der Soldaten kümmern. Im September des darauffolgenden Jahres, besichtigte Kaiser Josef II. die Befestigungen in Valy (Schanzendorf). Sein Besuch in der Gastwirtschaft in Juliovka (Juliusthal) ist vom Volksmund überliefert. Im 18. Jahrhundert entstand auf einem Grundstücksteil des Krompacher Meierhofes die Siedlung Valy (Schanzendorf), benannt nach den hiesigen Schanzen.

Krompach gehörte lange zur Pfarrei Cvikov und die nächstgelegene Kirche befand sich in Mařenice (Gross Mergtal). Als erste wurde in den Jahren 1772 bis 1774 die Kirche der 14 Nothelfer errichtet, deren Bau von den Einwohnern aus dem k.u.k. Religionshilfsfond finanziert wurde. Seit 1782 war es eine Lokalkirche mit einem eigenen Geistlichen und etwa zwei Jahre später wurde sie zur Pfarrkirche. Schon damals existierte angeblich im Haus Nr. 71 in Valy (Schanzendorf) eine bescheidene Schule, in der zweifellos Sauper und nach ihm zwei weitere Lehrer unterrichteten. Das Schulgebäude mit vier Klassen nahe der Kirche ließ die Obrigkeit jedoch erst im Jahre 1826 errichten.
Während der Napoleonischen Kriege kam es 1813 in der weiteren Umgebung zu einigen Zusammenstößen von französischen Soldaten mit den kaiserlichen Husaren und die Franzosen erneuerten und benutzen damals auch die Schanzen in Valy (Schanzendorf). 30 Jahre später hatte Krompach 160 Häuser, in denen 1013 Bewohner lebten. Nach dem Revolutionsjahr 1848 vollzog sich eine Verwaltungsreform, die die Adelsherrschaft beendete und Krompach eine eigenständige Gemeinde werden ließ. Die Auflösung der Leibeigenschaft ermöglichte nun auch die Freizügigkeit der Personen. In Varnsdorf (Warnsdorf) und anderen größeren Gemeinden begann man mit der Errichtung von Textilfabriken die schrittweise die Arbeit der Heimweber ersetzten, von denen viele anschließend Fabrikarbeiter wurden. Zur Arbeit ging man zu Fuß und kehrte gewöhnlich erst nachts heim, weshalb eine Reihe von ihnen später dauerhaft umzogen. Im Jahre 1852 wurden Krompach (Krombach), Valy (Schanzendorf) und Juliovka (Juliusthal) zu einer Gemeinde vereinigt und im selben Jahr wurde vor der Kirche ein Pfarrhaus gebaut, welches noch bis zum 2. Weltkrieg genutzt wurde. Mit dem Aufkommen des Tourismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Krompach zur beliebten Sommerfrische. In der Gemeinde und Umgebung entstanden neue Gasthäuser und viele Hütten mit Übernachtungsplätzen für Gäste.

Im Jahre 1870 hatte Krompach 173 Häuser mit 976 Bewohnern und zusammen mit den angegliederten Ortschaften 1943 Einwohner. Die örtliche Brauerei ging 1896 in den Besitz der Zwickauer Brauerei über, in der noch bis zu ihrer Schließung 1907 Bier gebraut wurde. Ungefähr drei Jahre später bekam Krompach gemeinsam mit Mařenice (Gross Mergtal) und Cvikov (Zwickau i.B.) einen regulären Postdienst, der auch zur Personenbeförderung diente. Im Juni 1921 wurde der Bau der Landstraße über Babiččin odpočinek (Grossmutterruh) nach Heřmanice (Hermsdorf) vollendet und in den darauffolgenden Jahren wurde die Gemeinde an den elektrischen Strom angeschlossen. In dieser Zeit wurde in Juliovka (Juliusthal) eine tschechische Gemeindeschule eröffnet, die Kindern aus Krompach, Mařenice (Gross Mergtal) und Světlá (Lichtenwald) noch bis zur Besetzung des Grenzgebietes durch die Deutschen im Oktober 1938 diente.
Noch im Jahr 1939 hatte Krompach zusammen mit Valy (Schanzendorf) und Juliovka (Juliusthal) 330 Häuser und 1246 Einwohner, aber nach dem 2. Weltkrieg wurde der Großteil der ursprünglichen, deutschen Bewohner zwangsweise umgesiedelt und neue Leute aus dem tschechischen Inland zogen in deren Häuser. Viele von ihnen blieben hier aber nicht lange, da ihnen das raue Klima und die Lebensverhältnisse nicht zusagten. Im Jahre 1949 lebten deshalb in Krompach nur noch 284 Einwohner und viele Häuser blieben verlassen. Mitte der 50er Jahre wurde entlang der Staatsgrenze ein Schutzstreifen etabliert, innerhalb dessen in den nachfolgenden Jahren sämtliche Häuser abgerissen wurden. Abgetragen wurden aber auch die unbewohnten Häuser innerhalb des Dorfes, was ungefähr die Hälfte aller Häuser betraf. Die Baumaterialien von ihnen wurden für andere Bauten genutzt und angeblich sogar bis in die Slowakei verbracht. 1960 wurde Světlá pod Luží, das aus Dolní und Horní Světlá (Nieder- und Oberlichtenwalde) bestand, nach Krompach eingemeindet und das Gemeindeamt zog nach Juliovka (Juliusthal) um. Circa fünf Jahre später hatte Krompach mit den eingemeindeten Ortschaften gerade noch 107 bewohnte Häuser und 355 Einwohner. Die Krompacher Schule fungierte noch bis 1969, als sie dann wegen Kindermangels geschlossen und das Gebäude später als Wohnhaus umgebaut wurde. Eine ganze Reihe der typischen Umgebindehäuser rettete die wachsende Beliebtheit unter den Sommerfrischlern in den 60er Jahren vor dem Verfall.

Die Gemeinde blieb allerdings lange Zeit entvölkert, da es hier fast keinerlei Verdienstmöglichkeiten gab. Im Jahre 1982 wurde sie deshalb an Mařenice (Gross Mergtal) angeschlossen, wurde aber durch die politische Wende im September 1990 mit Juliovka (Juliusthal) und Valy (Schanzendorf) wieder selbstständig. Dolní und Horní Světlá (Nieder- und Oberlichtenwalde) blieben noch Teil von Mařenice.
Nach 1990 wurde der Grenzübergang von Krompach über Valy nach Jonsdorf wieder eröffnet, der Autoverkehr war aber erst nach Abschluss der Straßensanierung am 4. September 2014 wieder erlaubt.

Denkmäler und Merkwürdigkeiten

In der Mitte des Ortes befindet sich die spätbarocke Kirche der 14 Nothelfer, die die Dorfbewohner in den Jahren 1772 bis 1774 selbst mit finanzieller Unterstützung aus dem k.u.k. Religionshilfsfond erbauten. Der rechteckige, einschiffige Bau mit dem dreiseitigen Chor und der quadratischen Sakristei hat an der Westseite eine einfache Fassade mit einem dreieckigen Giebel und auf dem Dach ein kleines Glockentürmchen. Die bemalten Fenster im Chor zeigen die hl. Basilia und die hl. Katharina. Über dem Eingang befindet sich eine steinerne Empore mit einem späteren hölzernen Anbau und auf ihr befindet sich die Orgel die 1903 von der Firma Jan Tuček aus Kutná hora angefertigt wurde. Die ebene Decke ist mit einem großen Stuckrahmen mit gemalten Ornamenten und einem runden Medaillon der Jungfrau Maria und der vier Evangelisten verziert. Im Innenraum befand sich früher ein spätbarocker Hauptaltar und hölzerne Seitenaltäre von Jesus und Maria aus dem späten 18. Jahrhundert. Heute ist im Chor lediglich ein Altartisch mit einem Bildnis der 14 Nothelfer vorhanden, an den Seiten des Triumphbogens sind zwei Statuen der Jungfrau Maria und Johann Nepomuks und an den Seitenwänden des Kirchenschiffs hängen Gemälde der Passion Christi. Weiterhin ist noch das ursprüngliche, steinerne Taufbecken, datiert auf das Jahr 1787, vorhanden, dessen hölzernen Deckel eine Plastik der Taufe des Herrn schmückt.
Im Jahre 2011 wurde die Kirche durch einen Blitzschlag beschädigt und musste drei Jahre später wegen des desolaten Zustands gesperrt werden. Nach der Erneuerung des Dachstuhles, des Daches und der Decke wurde sie aber am 2. Dezember 2017 wieder feierlich eröffnet.

Vor der Kirche stand einst das Pfarrhaus und die Gastwirtschaft „Zur Stadt Zittau“ mit einer kleinen Kapelle, an deren Stelle sich heute eine Grünfläche mit einer hergerichteten Sitzecke befindet. Hinter der Kirche steht das mehrstöckige Gebäude der ehemaligen Schule aus dem Jahr 1826, welche ihrem Zweck noch bis 1969 diente, als sie geschlossen wurde. Ende des 20. Jahrhunderts wurde sie zum Wohnhaus umgebaut und heute beherbergt sie auch das Gemeindeamt. Ihr gegenüber steht ein denkmalgeschütztes, mehrstöckiges Holzhaus Nr. 126 mit einem Mansarddach, das auf das Jahr 1787 datiert wird und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts um eine Gastwirtschaft erweitert wurde.

Etwa 100 m nordöstlich der Kirche befindet sich das gewaltige, dreiflügelige Herrenhaus, das gemein hin als das „Schloss“ bezeichnet wird. Es wird vermutet, das es irgendwann nach 1585 vom Hüttenmeister Valentin Schürer gegründet wurde und später von der Verwaltung der Herrschaft Zákupy genutzt wurde. Von seinem ursprünglichen Aussehen hat sich jedoch bis zur heutigen Zeit nur wenig erhalten, da der nördliche Flügel durch einen Neubau ersetzt wurde und andere Gebäude einigen Umbauten unterlagen. Seit 1965 befindet sich hier ein Kinderheim mit einer Grundschule und Kindergarten. Noch vor dem 1. Weltkrieg war ein Teil des Anwesens als Brauerei genutzt, von der heute nur der Teich übriggeblieben ist. 1896 kam sie in den Besitz der Zwickauer Brauerei und Bier braute man hier noch bis zu ihrer Schließung 1907.
Zum Schloss gehörte offensichtlich auch das gegenüberliegende Gebäude des Gasthauses „U Zámku“ (Zum Schloss), von dem man annimmt, das es einst als herrschaftliche Residenz diente. 1885 brannte das Gasthaus ab, wurde aber wieder aufgebaut und es diente seinem Zweck noch bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Sgraffitoreste aus der Zeit der Renaissance an der Rückseite des Gebäudes legen nahe, dass die Entstehung bis ins 16. Jahrhundert zurück reicht. Aus dieser Zeit stammen anscheinend auch die mächtigen Stützpfeiler am südlichen Giebel. In der Nacht vom 11. auf den 12. November 2012 brannte das Gebäude erneut aus.
Hinter dem Gasthaus steht ein kleines turmartiges Gebäude, das manchmal als Kapelle bezeichnet wird, ursprünglich befand sich hier jedoch eine Trafostation. Heute wird es als Wochenendhäuschen genutzt.

An der Kreuzung zwischen Schloss und Gasthaus steht ein kleines, steinernes Denkmal aus dem Jahre 1946, errichtet zur Erinnerung am 1. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges. Auf der Südseite des Gasthauses „U Zámku“ wurde nach dem Krieg eine „Linde der Freiheit“ gepflanzt und neben ihr wurde am 25. September 1948 das anscheinend letzte Denkmal für T.G. Masaryk in Tschechien aufgestellt und am 28. Oktober feierlich enthüllt. Auf dem prismatischen Betonsockel befand sich eine Büste Masaryks, die der Bildhauer Josef Fojtík schuf, der eine Hütte in Juliovka (Juliusthal) besaß. Die Büste wurde aber bald entfernt und es verblieb nur der leere Sockel. Ein neues Denkmal für T.G. Masaryk wurde am 28. Oktober 2017 in dem kleinen Park gegenüber der Kirche eingeweiht. Die Büste, die dem einstigen Modell von Fojtík nachempfunden ist, stifteten die Nachkommen Eva Suková und Jiří Knotek der Gemeinde.

Im Ort haben sich auch einige Kleindenkmäler erhalten. Etwa 500 m westlich der Kirche, nahe dem Haus Nr. 60, befindet sich ein denkmalgeschützter Tabernakelbildstock, an dessen Schaft sich eine Inschrift mit den Jahreszahlen der Erbauung 1694 und der folgenden Renovierungen 1776 und 1892 findet. Ein Stück weiter gegenüber dem Haus Nr. 89 mit schiefergedecktem Giebel befindet sich in einem kleinen Felsen eine leere, ausgehauene Nische.
Im oberen Teil des Ortes, etwa 500 m vom Schloss entfernt, steht an einer Seitenstraße unter zwei Linden eine 2,5 m hohe Steinsäule Ecce homo mit einer ungewöhnlich gestalteten Statue der Geißelung Christi. Die Säule ließ angeblich Josef Knobloch im Jahre 1745 errichten. Die Jahreszahl findet man auch auf dem Sockel der Säule, wobei einige der Meinung sind, dass die Säule schon aus dem 15. oder 16. Jahrhundert stammen könnte. Zuletzt wurde sie 2017 von Jan Fedorčák renoviert.

Unweit der Säule wachsen zwei der drei unter Schutz stehenden Krompacher Eiben. Die Jüngste von ihnen ist etwa 250 Jahre alt, 11 m hoch mit einer weit ausladenden Krone und einem Stammumfang von 250 cm. In Sichtweite von hier befindet sich in einer kleinen, hölzernen Umzäunung beim Haus Nr. 184 ein zweite Eibe, deren Alter auf 450 Jahre geschätzt wird. Mit einer höhe von 12 m und einem Stammumfang von 460 cm gehört sie zu den größten Eiben in Tschechien. Älter ist anscheinend nur die Wilemowitzer Eibe bei Ledeč nad Sázavou, deren Alter man auf 1500 Jahre schätzt. Etwa 250 m östlich der beiden Eiben, wächst auf einer Wiese hinter dem Haus Nr. 25 noch eine dritte Eibe mit einer Höhe von 11 m und einem Stammumfang von etwa 330 cm, deren Alter auf 400 Jahre geschätzt wird.

Interessant ist auch der alte Friedhof, der auf einem steilen Hang an der Straße nach Heřmanice (Hermsdorf) angelegt wurde. Etwa 300 m hinter ihm, stand auf einer Anhöhe am alten Kirchsteig nach Mařenice (Gross Mergtal) eine Statue des hl. Johannes von Nepomuk, von der heute aber nur noch der steinerne Sockel übrig geblieben ist. Laut schriftlicher Überlieferungen ließ sie am 14. Juni 1801 der Braumeister Josef Tichatshek neu errichten.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Krompach liegt in einem engen Tal, umgeben von den bewaldeten Hängen von Plešivec, Kulich und Soví vrch, über welchem sich im Osten der mächtige Grenzberg Hochwald / Hvozd mit seinem Aussichtsturm erhebt, der die weitere Umgebung dominiert. Im Norden der Gemeinde befindet sich die Siedlung Valy (Schanzendorf), durch die die Straße nach Jonsdorf, mit den Touristenattraktionen der Felsgruppe Nonnenfelsen und der alten Steinbrüche Mühlsteinbrüche, verläuft. In Valy zweigt nach Osten der Weg entlang der geologisch interessanten Janské kameny (Johannissteine) über Hain in die malerische Sommerfrische Oybin ab, deren Ortsbild das mächtige Felsmassiv mit der gleichnamigen Burgruine und dem Kloster prägt. In der näheren Umgebung findet sich eine Reihe touristisch interessanter Lokalitäten, von denen die Berge Töpfer und Ameisenberg, der Aussichtsfelsen Scharfenstein und die Große Felsengasse erwähnenswert sind. Unterhalb von Krompach, im Tal der Svitávka, liegt die Ortschaft Juliovka (Juliusthal) und nördlich von ihr schließt sich Dolní Světlá (Niederlichtenwalde) an, von wo aus die Wege über die Krkavčí kameny (Rabensteine) nach Jonsdorf und über den Sattel an der Wache nach Waltersdorf führen. Auf dem Grenzkamm oberhalb von Waltersdorf ragt der höchste Berg Lausche / Luž hervor, an dessen südöstlichem Fuße der Weiler Myslivny (Jägerdörfel) und etwas weiter bergab unterhalb der Berge Čihadlo (Stückeberg) und Kopřivnice (Nesselberg) Horní Světlá (Oberlichtenwalde) liegt. Im Tal des Hamerský potok (Hammerbachtal), südwestlich von Juliovka (Juliusthal) befindet sich die Ortschaft Hamr (Hammer) und etwas weiter stromaufwärts zwischen Kamenný vrch (Steinberg) und Suchý vrch (Dürrberg) liegt die kleine Talsperre Naděje (Hoffnung). Am Südhange des Suchý vrch befindet sich die interessante Höhle Ledová jeskyně (Eishöhle) und auf seiner Südseite liegt ein Felsrücken mit den Überresten der Burg Milštejn (Mühlstein). Südlich von Juliovka liegt Mařenice (Gross Mergtal) mit seiner schönen barocken Kirche und der Kapelle auf dem Berg Kalvárie (Kalvarienberg). Die Talstraße verläuft weiter über Mařeničky (Klein Mergtal) mit dem unter Schutz gestellten Moor vorbei an den Kunratické rybníky (Kunnersdorfer Teiche) nach Kunratice (Kunnersdorf). Parallel dazu verläuft der alte Fahrweg vorbei an zwei Felsreliefs bei Třídomí (Dreihäuser). An der Straße von Mařenice nach Cvikov (Zwickau i.B.) liegen die Erholungsorte Trávník (Glasert), Naděje (Hoffnung) und die Einschicht Antonínovo Údolí (Antoniental), in deren Umgebung sich alte in den Fels gehauene Wasserkanäle befinden. In südlicher Richtung führt von Krompach die Landstraße über den Sattel Babiččin odpočinek (Grossmutterruh) zwischen Hochwald / Hvozd und dem Malý Ovčí vrch (Schäfberg) nach Heřmanice (Hermsdorf) und weiter nach Jablonné v Podještědí (Deutsch Gabel). Unter dem Zámecký vrch (Schlossberg) zwischen Mařenice und Heřmanice befindet sich die kleine Einschicht Paseka (Geräumicht) und das Naturschutzgebiet U Rozmoklé žáby (= Zum aufgeweichten Frosch), sowie weiter südlich das Naturschutzgebiet auf dem Gipfel des Jezevčí vrch (Limberg). In den Wäldern am südöstlichen Fuße des Hochwald liegt im Wald versteckt das alte Forsthaus Na Šestce (Forsthaus No.6) und weiter östlich davon, in Richtung Petrovice (Petersdorf), erhebt sich der Gipfel des Sokol (Falkenberg) mit den Überresten der Burg Starý Falkenburk (Alt Falkenburg).

Übersichtskarte der Umgebung von Krompach.

Weitere Informationen

Text: Jiří Kühn; Übersetzung: Robert Knothe, Juli 2020.
Waltersdorf Neu Sorge Butterberg Butterberg Buchberg Buchberg Sonnenberg Sonnenberg Nonnenfelsen Nonnenfelsen Mühlsteinbrüche Mühlsteinbrüche Jonsdorfer Felsenstadt Jonsdorfer Felsenstadt Orgel Orgel Kurort Jonsdorf Kurort Jonsdorf Luž - Lausche Myslivny Čihadlo Čihadlo Horní Světlá Kopřivnice Kopřivnice Brazilka Krkavčí kameny Krkavčí kameny Plešivec Plešivec Dolní Světlá Juliovka Kamenný vrch Kamenný vrch přehrada Naděje Ledová jeskyně Suchý vrch Suchý vrch Milštejn Křížová věž Trávnický vrch Trávnický vrch Naděje Hamr Lesní vrch Antonínovo Údolí Mařenice památná borovice památný buk Kalvárie Bota Mařeničky Trávník Křížový vrch Křížový vrch Cvikov Schillerova vyhlídka Zelený vrch Zelený vrch Kunratické rybníky Třídomí Třídomí - skalní oltáře Rašeliniště Mařeničky Jelení vrch Panenský kámen Panenský kámen Jezevčí vrch Jezevčí vrch U Rozmoklé žáby U Rozmoklé žáby Paseka Heřmanice v Podještědí Kamenný vrch Kamenný vrch Petrovické Domky návrší u Petrovic Petrovice Starý Falkenburk Starý Falkenburk Sokol Kočičí studánka Vápenka u Petrovic Špičák Na Šestce Na Šestce - studánka Kančí vrch Kančí vrch Babiččin odpočinek Zámecký vrch Zámecký vrch Malý Ovčí vrch Malý Ovčí vrch Čtyřdomí Soví vrch Kulich Kulich Krompach Krompašské tisy Krompašské tisy Valy Janské kameny Janské kameny Háječek Hvozd - Hochwald Hvozd - Hochwald Hvozd - Hochwald Hain Jonsberg Jonsberg Weisser Stein Weisser Stein Luther-Eiche Luther-Eiche Olbersdorf Ameisenberg Ameisenberg Pferdeberg Pferdeberg Oybin Kurort Oybin Töpfer Töpfer Böhmisch Aussicht Böhmisch Aussicht Scharfenstein Scharfenstein Brandhöhe Brandhöhe Luftkurort Lückendorf