Lausitzer Gebirge
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Chøibský vrch
(Himpelberg)

Chøibský vrch (Himpelberg), Blick vom Südosten.

Der Chøibský vrch (Himpelberg) stellt ein charakteristisches bewaldetes Phonolithmassiv etwa 2 km südlich von Chøibská (Kreibitz) und 1 km nördlich vom Pass Køížový Buk (Kreuzbuche) dar. Er hat zwei Gipfel, die früher der Grosse und Kleine Himpelberg genannt wurden, ihre Namen sind aber oft verwechselt worden. Der niedrigere, aber massivere Nordwestgipfel (577 m) wurde als der Velký Chøibský vrch (Grosser Himpelberg) bezeichnet, während der vom Städtchen weiter entfernte, höhere Südwestgipfel (621 m) der Malý Chøibský vrch (Kleiner Himpelberg) hiess. Aus den Abhängen des höheren kuppenförmigen Gipfels ragen einige Felsklippen heraus, unter denen sich eine grössere Blockhalde befindet. Vom eigentlichen Gipfel, der mit einem dünnen Buchenwald bestockt ist, gibt es eine nur begrenzte Aussicht ins Tal über Krásné Pole (Schönfeld) und Horní Chøibská (Oberkreibitz) auf die Gipfel des Plešivec (Plissenberg) und Žulovec (Fladenberg) im Hintergrund. Begrenzte Aussichten, besonders nach dem Süden auf die bewaldeten Berge zwischen Jedlová (Tannenberg) und Studenec (Kaltenberg) gibt es aber auch von den entlang des Aufstiegsweges stehenden Felsklippen. Im Westen kann man auch die weiter entfernten Berge Rùžovský vrch (Rosenberg), Dìèínský Snìžník (Hoher Schneeberg) und einige Berge der Sächsischen Schweiz, z. B. den zweigipfeligen Zschirnstein und den breitausgelegten Winterberg sehen. Auf den Blockhalden kann man auch Gemsen beobachten.

Eine der Felsklippen am Südabhange.

Am einem Weg am Nordhang des Himpelberges hing früher an einem Baum ein gemaltes Bildchen zum Andenken an den Bauern Ignaz Gampe aus Horní Chøibská (Oberkreibitz), der hier am 13. Oktober 1824 beim Holzaufladen umgekommen ist. Noch 1934 wurde das Bildchen neu gemalt, aber nach dem 2. Weltkriege ist es verschwunden.

An der Nordwestseite des Grossen Himpelsberges in einiger Entfernung von der Strasse liegt ein verlassener Sandsteinbruch, in dem im Jahre 1931 ein Waldtheater eingerichtet wurde, das aber nach dem 2. Weltkrieg verwahrloste und erst 1996 erneuert worden ist. Unter der vertikalen Steinbruchswand befindet sich die Bühne mit einer erhöhten Galerie, vor denen sich der vertiefte Orchesterraum und der Zuschauerraum mit einigen Reihen hölzener Bänke befindet. In einem abseitigen Teil des Steinbruches waren Räumlichkeiten für die Mitwirkenden. Von der Hauptstrasse zum Theater führt ein Waldweg, an dessen linker Seite sich ein kleiner Hügel mit einer wenig überhängenden Sandsteinfelswand befindet. Von seinem Gipfel gab es früher einen Ausblick auf Dolní Chøibská (Niederkreibitz) und Spravedlnost (Irigtberg). An der Nordseite des Felsens befindet sich die Ovèácká jeskynì (Schäferhöhle), die angeblich nach den Schafhirten, die schon vor Jahrhunderten ihre Herden hierher geführt und die Höhle zu ihrem Aufenthalt benutzt hatten, benannt ist. Später nutzten sie die Steinbruchsarbeiter, herumziehende Zigeuner und nach dem 1. Weltkrieg liess sich hier ein Schuster nieder, der ihren Eingang mit einer Tür versah. Die Höhle besteht aus einem flach gewölbten, etwa 5 x 1,5 Meter grossen Raum. Ihr rechter Teil ist ziemlich breit, während sich der linke Teil nach hinten etwas verengt und sich hier an ihn ein kleines rundliches Kämmerchen anschliesst. In der Umgebung der Höhle sind noch verschiedenen andere Felsen, an einem ist ein Totenkopf und die Jahreszahl 1512 eingegraben. Nach einer alten Sage soll man hier einen Ritter begraben haben.

Das Waldtheater am Nordwestfusse des Himpelsberges. Felsen mit dem Eingang in die Schäferhöhle.

 


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