Lausitzer Gebirge
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Städte und Gemeinden

Krásné Pole
(Schönfeld)

Bauernhaus mit Fachwerk-Obergeschoss.

Krásné Pole (Schönfeld) ist ein langgestrecktes, überwiegend zur Erholung dienendes Dorf, das unmittelbar an den Südrand von Horní Chøibská (Ober Kreibitz) anschliesst. Es wurde 1787 auf den der ehemaligen Glashütte in Horní Chøibská (Ober Kreibitz) gehörenden Grundstücken gegründet und im Jahre 1879 wurde es zur selbstständigen Gemeinde erhoben. Damals hatte es 95 Häuser mit über 700 Einwohnern.
Der am meisten bekannte Betrieb dieses Dorfes war die Kaffee-Surrogatfabrik August Tschinkel. Ihr Gründer lernte in der Zeit der napoleonischen Kontinentalblockade, die jede Einfuhr von Waren aus Übersee unmöglich machte, die Herstellung von Kaffeeersatz aus Zichorie und führte diese Produktion im Jahre 1806 als Erster in Österreich in Krásné Pole (Schönfeld) ein. Im Jahre 1850 wurde die Fabrik vergrössert und auf Dampfbetrieb umgestellt, seit 1862 stand neben ihr eine Schokoladefabrik, die 1889 nach Lovosice (Lobositz) übertragen wurde. Die Fabrik war bis 1903 im Betrieb. Ausserdem war im Dorfe auch eine Zwirnfabrik und eine im Jahre 1840 gegründete Strickwollefabrik.
Heute ist das Dorf ein Teil von Chøibská (Kreibitz). Es hatte im Jahre 1991 noch 51 Häuser, von denen aber nur etwa die Hälfte zum dauernden Wohnen der etwa 138 hiesigen Einwohner diente.

Im Dorfe haben sich bis heute manche der ursprünglichen, zum Teil in Blockbauweise erbauten Häuser erhalten, von denen besonders das unter Denkmalschutz stehende Haus No. 27 mit Fachwerk-Obergeschoss interessant ist. An der Strassenabzweigung nach Kytlice (Kittlitz) steht unter zwei Linden ein hohes eisernes Kreuz auf einem steinernen Sockel mit den auf Blech gemalten Bildern von Jesus Kristus am Kreuze und der Jungfrau Maria.

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