Lausitzer Gebirge
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Šibenièní vrch
(Galgenberg)

Der Šibenièní vrch (Galgenberg) ist ein langgestreckter zweigipfeliger (589 m und 572 m) Bergrücken, der etwa 1 km westlich von Jiøetín pod Jedlovou (St. Georgental) liegt. So wie der benachbarte Berg Køížová hora (Kreuzberg), besteht er auch aus überwiegend phyllitischen umgewandelten Grauwacken, in denen wahrscheinlich bereits seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf Silber- und Kupfererze gemutet wurde. Zahlreiche Brüche und Pingen werden von hier bereits in der weiter oben erwähnten Gründungsurkunde des Städtchens Jiøetín aus dem Jahre 1554 angeführt. Spuren des alten Bergbaues wurden auch noch im Jahre 1790 von hier beschrieben. Noch heute ist am östlichen Fusse des Berges ein tiefer gewinkelter Graben zu sehen, an dessen Ende sich wahrscheinlich das Mundloch eines verfallenen alten Stollens befindet.
Am Nordosthange über dem Tale des Lužnièka-Baches ist heute auch ein längst aufgelassener Phonolitsteinbruch, von dessen stehengebliebenen Felsen man früher eine schöne Aussicht über das Tal mit der Kirche von Dolní Podluží (Niedergrund) hatte. Gegenwärtig ist aber die Aussicht durch den Wald stark behindert.

Unter den Felsen des Nordabhanges stand bis 1765 der Galgen des Städtchens Jiøetín, der noch auf einer Karte aus dem Jahre 1745 eingezeichnet ist. Im Jahre 1747 beschloss hier auch der legendäre Räuber Fridolin Rauch, dessen Name in den Sagen mit der Höhle Komora (Rauchfriedels Kammer) am Fusse des Malý Stožec (Kleiner Schöber) in Verbindung gebracht wird, sein Leben.
Auf den Wiesen unter dem Westabhang des Berges stand früher die Einschicht Nový svìt (Neue Welt) und am Berghang verlief die Grenze der Herrschafen Rumburg und Kamenice (Kamnitz), von der bis heute noch einige Grenzsteine aus dem Jahre 1740 erhalten sind. Am Nordhange des Berges oberhalb Horní Podluží befindet sich eine etwa 550 m lange Skipiste mit einer Skilift.

 


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