Lausitzer Gebirge
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U tří pánů
(Dreiherrenstein)

Die Wegegabelung U tří pánů (Dreiherrenstein).

Die Wegegabelung U Tří pánů (Dreiherrenstein) befindet sich etwa 1 km nordöstlich von Polesí (Finkendorf) am alten, von Lvová (Lämberg) und Rynoltice (Ringelshain) an der Tobiášova borovice (Tobiaskiefer) vorbei nach Lückendorf führenden Wege. Unter einer nicht allzu grossen Linde steht hier ein etwa 0,5 m hoher dreiseitiger Sandsteinblock mit der Jahreszahl 1680 und der Nummer 453, der die Stelle bezeichnet, an der die Grenzen der Grafensteiner, Gabeler und Lämberger Herrschaften zusammenstiessen. Auf den Seitenwänden dieses Grenzsteines sind deshalb die Wappen und Initialen dieser drei damaligen Herrschaften eingegraben: die fünfblättrige Rose mit dem Monogramm AMGZT gehört dem Besitzer der Herrschaft Grabštejn (Grafenstein), dem Grafen Adam Matthias Graf zu Trautmannsdorf, das Symbol einer dreisprossigen Sturmleiter mit den Initialen CRFVB bezeichnet Christoph Rudolf Freiherrn von Breda auf Lemberk (Lämberg) und die gekreuzten Birkenäste mit den Buchstaben FABG gehören Franz Anton Graf Berka auf Gabel (Jablonné).

Von diesem Dreiherrenstein strahlen nach Norden, Süden und Südosten die alten Herrschaftsgrenzen aus, die stellenweise durch noch heute erhaltene Grenzsteine bezeichnet sind. An dem alten, an der Tobiášova borovice (Tobiaskiefer) zur Grenze mit Deutschland vorbeiführenden Hraniční cesta (Grenzweg) findet man noch mit den Buchstaben G (Gabel - Jablonné) und GS (Grafenstein - Grabštejn) und der Jahreszahl 1723 bezeichnete Grenzsteine. Eines dieser Grenzzeichen mit der Nummer 473 ist unweit der Tobiášova borovice (Tobiaskiefer) in einen Felsen unmittelbar am Wegrand eingegraben. Auch an der nach Lvová (Lämberg) weisenden Grenze standen noch Ende des 20. Jahrhunderts einige schöne Grenzsteine aus dem 17. Jahrhundert mit Jahreszahlen, Symbolen und den Initialen der Besitzer der Lämberger und Gabeler Herrschaft, ein Grossteil dieser Grenzsteine wurde aber später gestohlen. Die Grenze der Grafensteiner und Lämberger Herrschaft, die in südöstlicher Richtung nach Polesí (Finkendorf) führte, war durch einfache Grenzsteine mit der Jahreszahl 1731 bezeichnet.

Unweit der Wegegabelung U Tří pánů (Dreiherrenstein) befindet sich eine Quelle, die früher "Schwerborn" hiess und die tieferliegende Gemeinde Polesí (Finkendorf) mit Wasser versorgte. Nicht viel weiter über dem Wege nach Polesí sind noch heute die Grundmauern einer Kaserne zu sehen, die 1938 zur Unterbringung der Soldaten, die die Betonfestungen der tschechoslowakischen Grenzbefestigung verteidigen sollten, erbaut wurde.

Grenzstein bei den drei Herren. Grenzstein bei den drei Herren. Grenzstein bei den drei Herren.

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