Lausitzer Gebirge
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Städte und Gemeinden

Polesí - Èerná Louže
(Finkendorf - Schwarzpfütze)

Blick auf die Gemeinde von Aussichtsfelsen Havran (Rabenstein).

Polesí (Finkendorf) ist eine malerische Sommerfrische, die etwa 1,5 km nördliche von Rynoltice (Ringelshain) in einem romantischen, von bewaldeten Bergen umgebenen Tale liegt. Ihr Gründer ist der Lehrer Sebastian Finke aus Rynoltice, der sich im Bauernaufstand im Jahre 1680 auf die Seite der Obrigkeit stellte und deshalb von den aufständischen Bauern fast erschlagen wurde. Da er auch nach der Unterdrückung des Aufstandes im Orte nicht sicher war, verkaufte ihm die Gräfin Benedikta von Bredau am 20. August 1683 ein Stück Wald an den naheliegenden Pechöfen, wo er sich ein haus bauen konnte. Als dann später auch andere Leute hierher kamen, haben sie die Gemeinde nach ihm Finkendorf benannt.
Die hiesigen Einwohner beschäftigkten sich mit Weberei, aber erträglicher war das Paschen, an dem sich fast alle mänlichen Einwohner beteiligten. Nach seiner Einschränkung haben sie sich vor allem den Hausieren mit Kurzwaren.

Das Fink´sche Haus stand inmitten des Dorfes nahe dem Teiche, der später auch zum Baden diente. An seinem ufer steht auch der Gedenkstein mit einer Plakette, der im Jahre 1938 am 300sten Jahrestage der Gründung des Dorfes aufgestellt wurde. Im Süden ragt der Aussichtsfelsen Havran (Rabenstein) über das Tal.

Teich im Ortszentrum. Gedenkstein zum 300. Jahrestag der Gründung von Polesí (Finekndorf).

Polesí gehörte zu Rynoltice (Ringelshain) bis zum Jahre 1910, in dem es selbstständig wurde. Damals kam zu Polesí auch die benachbarte Ansiedlung Èerná Louže (Schwarzpfütze), die an der Strasse von Rynoltice nach Horní Sedlo (Pass) liegt. Diese überwiegend als Sommerfrische dienende Ansiedlung entstand um einen nach dem Jahre 1550 gegründeten Bauernhof. In der Dorfmitte an der Strasse steht eine Kapelle aus dem Jahre 1724.
Heute gehören beide Ansiedlungen wieder zu Rynoltice.

Kapelle in Èerná Louže (Schwarzpfütze).

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