Lausitzer Gebirge
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Städte und Gemeinden

Lipnice
(Limpach)

Blick auf die Gemeinde vom Süden vom Hange des Rolleberges.

Lipnice (Limbach, Limpach) ist eine kleine Ansiedlung am Westfusse des Studenec (Kaltenberg) etwa 4 km nordlich von Èeská Kamenice an der Strasse nach Dolní Chøibská (Nieder Kreibitz). Heute gehört es zusammen mit Studený (Kaltenbach) zu Kunratice (Kunersdorf).
Die Gemeinde wurde wahrscheinlich um die Mitte des 14. Jahrhunderts gegründet. Zum ersten Male wird sie aber erst im Jahre 1457 erwähnt, aber als ältestes Zeugnis ihrer Existenz kann man vielleicht den im Jahre 1392 im Kamnitzer Schöppenbuch erwähnten Namen "Peter Limpacher" betrachten. Der ursprüngliche Namen der Gemeinde "Limpach" war höchstwahrscheinlich vom Namen des Baches "Lindenbach" abgeleitet. Die Gemeinde gehörte zuerst zu Èeská Kamenice, hatte aber seit dem 17. Jahrhundert einen mit Studený (Kaltenbach) gemeinsamen Dorfrichter. Der Ort gehörte seit seiner Gründung zur Herrschaft Scharfenstein und nach 1535 zur neugebildeten Herrschaft Kamnitz.
Im Juli 1757 kam es bei der Gemeinde zu einem Kampf zwischen preussischen und österreichischen Einheiten, an den bis heute die Denkmäler bei Studený erinnern.
Noch im Jahre 1713 hatte Lipnice (Limpach) nur 9 Hauser, aber bis zum Jahre 1833 wuchs ihre Zahl auf 23 und die Gemeinde erreichte damals mit 152 ihre grösste Einwohnerzahl. Wegen seiner Abgelegenheit blieb die Gemeinde bis zum Zweite Weltkriege ein Kleinbauerndorf, in dem der einzige grössere Betrieb der des Mühlenbauers war. Von den traditionsgemässen Handwerken hat sich hier bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts die Hausweberei erhalten.
Nach dem Zeiten Weltkrieg wurde Lipnice zusammen mit Studený (Kaltenbach) an Kunratice (Kunersdorf) angeschlossen.

In der Gemeinde haben sich bis heute einige Umgebindehäuser erhalten. In einer bewaldeten Schlucht an der Strasse nach Studený (Kaltenbach) befindet sich am alten Wege Bauers Kapelle (auch Limpacher Kapelle genannt).

Gefallenendenkmal im Dorf.

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