U Jana
(Beim Johann)

Die Statue des hl. Johann von Nepomuk aus dem Jahre 2015.
Foto: Jiří Kühn.
Die Wegekreuzung U Jana (Beim Johannes) befindet sich inmitten der Wälder unter dem Bouřný (Friedrichsberg), dem Malý Stoh- und dem Kopřivnice-Berg (Nesselsberg) etwa 2,5 km östlich von Nová Huť (Neuhütte). In seiner nächsten Nähe führt die Strasse von Nová Huť nach Horní Světlá (Ober-Lichtenwalde) über eine alte steinerne, über den Hamerský potok (Hammerbach) führende Brücke, an der von verschiedenen Seiten einige Waldwege zusammentreffen.
Die Wegkreuzung wurde nach der Statue des hl. Johann von Nepomuk benannt, die hier früher wahrscheinlich unmittelbar auf der Brücke gestanden hat und wohl im Zusammenhang mit dem Umbau der alten Straße um 1842 an die Wegkreuzung übertragen wurde. Nach 1950 wurde die Statue vernichtet und der steinerne Sockel zerschlagen und mit Erdreich verschüttet. Erst 1995 haben Wanderer aus Varnsdorf den Sockel gefunden und neu aufgestellt. Am 19. November 1996 wurde auf ihm eine neue, von den akademischen Bildhauern Ladislav Šobr und Václav Snížek aus Říčany bei Prag geschaffene, neue Statue des hl. Johannes v. Nepomuk aufgestellt, die aber leider nicht lange hier aushielt, denn sie wurde im Mai 2001 wieder gestohlen. Seitdem steht hier nur ein leerer steinerner Sockel mit einer Inschrift, die verkündet, dass ihn 1846 der Oberförster Josef Walter aufstellen ließ. Erst im Juni 2015 wurde auf dem leeren Sockel eine neue Statue des hl. Johannes von Nepomuk aufgestellt, welche am 19. Juni 2015 feierlich geweiht wurde.
Die steinerne Brücke über den Hamerský potok-Bach wurde im Jahr 1999 neu rekonstruiert, doch stahlen Vandalen schon bald auch von ihr die oberen Steinplatten, die später durch neue ersetzt werden mussten. In der Nähe der Brücke befindet sich die sog. Sirný pramen (Schwefelquelle), die über einen hergerichteten Pfad entlang des Baches zugänglich ist. Am Anfang des Pfades wurde am 22. Mai 2026 feierlich ein Denkmal für den Kurier („Agent-Chodec“) Friedrich Lorenz aus Varnsdorf enthüllt, der hier am 24. April 1955 von Angehörigen der Grenzwache erschossen wurde. An ihn erinnert eine Plastik eines „fallenden Mantels“ von Petr Kovář, neben der sich eine Informationstafel befindet.

Die steinerne Brücke über den Hammerbach.
Foto: Jiří Kühn.

Friedrich Lorenz Denkmal.
Foto: Jiří Kühn.