Lausitzer Gebirge
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Strassberg - Fuchskanzel

Die Aussichtsplattform Fuchskanzel auf dem Gipfel des Berges.

Der Strassberg (538 m) ist ein verhältnismässig auffallender Sandsteinberg, der über dem die Grenze begleitendem údolí Bílého potoka (Weissbachtal) etwa 2 km östlich von Lückendorf aufsteigt. Aus seinen bewaldeten Abhängen ragen einige touristisch und bergsteigerisch interessante Felsen herauf. Etwa 200 m nordöstlich vom Gipfel ist der Aussichtsfelsen Fuchskanzel (531 m) durch eine eiserne Treppe mit Geländer zugänglich gemacht. An ihr steht ein geodätischert Triangulationspunkt aus dem Jahre 1864, von dem aus man eine schöne Aussicht über das Tal der Lausitzer Neisse mit Zittau und Hrádek nad Nisou auf die gewellte Landschaft der Oberlausitz und auf die polnische Kohlengrube Turoszów mit dem Kraftwerk Turów geniesst. Im Osten sieht man über dem údolí Bílého potoka (Weissbachtal) den Popova skála (Pfaffstein).

Am Ostabhang des Berges befinden sich einige bergsteigerisch weniger bedeutende Klettertürme genannt der Strassbergturm, die Weissbachspitze und der Mehlsack. An der Nordostseite ragt aus dem Gipfel ein felsiger Kamm mit der auffallenden Felsgruppe der Uhusteine hervor, in der sich die etwa 22 m hohen Klettertürme Nördlicher Uhustein und Südlicher Uhustein mit dem niedrigeren Randfelsen des Thielknopf befinden. Beide Uhusteine waren unter den Bergsteigern sehr beliebt und die Besteigung des Nördlichen Uhusteins vom 10. November 1875 von Gustav Jahn und Max Richter ist heute der älteste bekannte bergsteigerische Aufstieg im Zittauer Gebirge. Die Bergsteiger haben sich damals mit einem über den Felsen geworfenen Seil geholfen, und auf ähnliche Weise wurde auch 1880 der benachbarte Südliche Uhustein bezwungen. Sportmässig sind beide Türme erst in den Jahren 1906 und 1909 bestiegen worden.
Etwa 200 m nordöstlich von den Uhusteinen stehen die fast 20 m hohen und voneinander durch eine breite Kluft getrennten Felsen der Sächsischen und Böhmischen Dianawand. Etwas tiefer am Hang stand eines der interessantesten Felsgebilde des Zittauer Gebirges – der etwa 10 m hohe Pilz mit Überhängen auf allen Seiten. Im Februar stürzte der Felsen aber zusammen und heute bleibt von ihm nur noch ein Haufen Sand übrig.

Die Felstürme Nördlicher und Südlicher Uhustein. Die Kluft zwischen den Felsen der Sächsischen und Böhmischen Dianawand.

An der Nordseite des Strassberges ist das kleine Tal Kieferngrund, in dessen unterem Teil am Wege eine riesige und denkwürdige Kiefer wächst.
Auf der Westseite des Berges steigt von Zittau nach Lückendorf eine Strasse, die die Trasse des alten Zittauer Landespfades verfolgt, der hier "Gabler Strasse" genannt wurde. Im 14. Jahrhundert wurde an ihr die Burg Karlsfried (Neuhaus) erbaut, dessen unscheinbare Reste heute noch auf einem Felsrücken, der aus dem aus dem Nordfusse des Strassberges zum Mühlsteinberg herausragt, zu sehen sind. Den höchsten Punkt erreicht die Strasse an der Westseite des Berges im Sattel am Lückendorfer Forsthaus, wo mehrere bedeutende Wege zusammenstossen.

Ausblick von der Felsaussicht der Fuchskanzel nach Norden.

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