Lausitzer Gebirge
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Rohál - Weberberg - Èerná brána
(Hörndel - Weberberg - Schwarzes Tor)

Der Rohál (Hörndel) ist ein auffälliger Phonolithrücken, der etwa 1,5 km südlich über Dolní Podluží (Niedergrund) liegt und allmählich vom Westgipfel (643 m) über die Erhebung (652 m) in seiner Mitte bis zum östlichen höchsten Gipfel, dem Weberberg (711 m) an der Staatsgrenze hinaufsteigt. Den Rücken bedecken mächtige Buchenwälder mit vereinzelten Lichtungen, aus denen sich beschränkte Aussichten über das Lužnièka (Lausur-) Tal in Richtung auf Varnsdorf (Warnsdorf) und weiter nach Deutschland eröffnen. Auf manchen Karten wird dieser Rücken fälschlich Kozí høbet (Ziegenrücken) genannt und der Gipfel an der Grenze als Vyhlídka (Aussicht) bezeichnet. Sonst trägt dieser Gipfel meist den deutschen Namen Weberberg, trotzdem er noch auf tschechischem Gebiete liegt. Sein Name erinnert an die Beschäftigung der Bewohner der umliegenden Dörfer in längst vergangenen Zeiten. Der flache Gipfel des Weberberges ist zum grossen Teil mit Buchenwald bewachsen und hat praktisch keine Aussichten. Auf seinem Nordabhange befand sich ein Forst von stattlichen sog. Schindelbuchen, deren Holz sich besonders gut zur Herstellung von Schindeln eignete. Dieser Überrest eines Hang-Mischurwaldes stand in den 60. Jahren unter dem Namen Richterùv prales (Richters Urwald) unter Naturschutz.
Südlich des Weberberggipfels liegt der Sattel Èerná brána (Schwarzes Tor), durch den früher ein Weg führte, der das Tal Milíøka (Kohlhau) über die am anderen Hange steil hinabsteigende Eisgasse (Ledová ulice) mit dem deutschen Waltersdorf verband. Im Tale Milíøka am Südabhange des Rückens gibt es zahlreiche Spuren eines Bergbaues auf Erze und Quarz, die von einem Lehrpfad verbunden sind.

Buchenwald unterhalb des Rohál- (Hörndel-) Gipfels. Rastplatz am Wanderweg auf der deutschen Seite der Grenze.

 


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