Bukovina
(Buchhübel)

Bukovina (Buchhübel) ist ein weitläufiger bewaldeter Berg (560 m), der etwa 1,5 km nördlich des Studenec (Kaltenberg) und 2 km südwestlich von Chřibská (Kreibitz) liegt. Sein Gipfel besteht aus einem kurzen, hufeisenförmig gebogenen Grat mit kleinen Basaltfelsen, der auf der südwestlichen Seite steil in eine der seitlichen Schluchten abfällt, die aus dem Tal des Studený potok (Kaltenbach) herausführen. Auf dem steilen Hang befindet sich die unbewaldete Hluboká louka (Tiefe Wiese), an deren oberem Rand ein breiter Waldweg vom Sattel unterhalb des Černý vrch (Schwarzer Berg) entlangführt. Auf einem niedrigen Tuffsteinfelsen befindet sich eine Gedenktafel für den Förster Josef Řezáč, der hier von 1945 bis 1985 tätig war und sich um die Zucht von Gämsen verdient gemacht hat.

In westlicher Richtung erstreckt sich ein langgestreckter Bergrücken in Richtung Studený, auf dessen Kuppe sich etwa 500 m vom Gipfel entfernt mehrere Sandsteinfelsen befinden, von denen einer, der Kamzičí věž (Gämsturm), gelegentlich auch zum Klettern genutzt wurde. 150 m weiter wird der Bergrücken schräg von einer Basaltader mit mehreren kleineren Felsen durchschnitten, an deren nordöstlichem Ende sich ein markanter Felsvorsprung namens Semenáček (Sämling) befindet. Am südwestlichen Ende der Ader befinden sich mehrere alte Tagebaustätten, und auf einer kleinen Anhöhe steht ein Grenzstein mit eingravierten Initialen und den Jahreszahlen 1830 und 1850, der durch neuere Gravuren aus den 1960er Jahren beschädigt wurde. Verschiedene Jahreszahlen aus dem 18. und 19. Jahrhundert finden sich auch auf einigen Felsen in der Umgebung.

Im Südwesten ist Bukovina durch das tiefe Tal des Studený potok vom benachbarten Studenec getrennt, von dem aus mehrere kurze Schluchten, die stellenweise von Sandsteinfelsen gesäumt sind, in den steilen Hang des Berges münden. In der westlichsten Schlucht unterhalb der Hluboká louka fließt ein kleiner Bach, der an einer Stelle von einem herabgestürzten Felsblock versperrt ist. Von den Felsen über ihrem nordwestlichen Rand eröffnet sich ein Blick auf den gegenüberliegenden Studenec. In der höher gelegenen Schlucht befinden sich mehrere unbedeutende Kletterfelsen, die Zvířetník (Tierkreis), Muflon, Studený hrot (Kalte Spitze) und Ještěrka (Eidechse) genannt werden. In der benachbarten Schlucht finden wir die Felsen Zátiší, Dášenka und Malá studená věž (Kleiner Kaltenbachturm). An der Mündung der obersten Schlucht, die Na Peci (=Auf dem Ofen) genannt wird, befindet sich der etwas bekanntere Studená věž (Kaltenbachtalwächter).

Auf der Ostseite von Bukovina führte ein alter Weg von Chřibská über den Sattel unter dem Studenec und Líska (Hasel) nach Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz), auf dessen Strecke noch heute ausgefahrene Spurrillen zu sehen sind, die bis zum Černý vrch hinaufführen. Am nordwestlichen Hang des Hügels führt ein breiter Waldweg entlang, an dem in den Feldern oberhalb von Studený das Christof-Kreuz stand, im Volksmund Toffels Kreuz genannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Kreuz zerstört, aber im Jahr 2025 dank des Vereins Pod Studencem wieder aufgebaut.
Im bewaldeten Tal des Mezní potok nordwestlich unterhalb des Hügels lag angeblich noch um 1920 ein etwa 2 m langer und 1 m breiter ovaler Stein, auf dem drei Kreuze schräg übereinander eingraviert waren, umgeben von einer Vielzahl verschiedener Zeichen, Buchstaben und Jahreszahlen, von denen die ältesten 1414, 1431 und 1441 datierten.

Text: Jiří Kühn; Übersetzung: Björn Ehrlich, Dezember 2025.