Lausitzer Gebirge
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Svojkovské skály
(Schwoikaer Felsen)

Das westliche Ende der Felsen im Blick aus Svojkov.

Die Felsen Svojkovské skály (Schwoikaer Felsen) bilden einen ausgeprägten Felsenkamm, der aus dem Hange des Tisový vrch (Eibenberg) etwa 400 m in westlicher Richtung bis oberhalb von Svojkov (Schwoika) herausragt. Er besteht aus verfestigtem Sandstein mit häufigen rostfarbigen eisenschüssigen Lagen und seinen Südrand bildet eine auffällige riesige Felswand, die in eine Menge auf Svojkov zu abfallender Felstürme gegliedert ist. Der stärker gegliederte und weniger steile Nordhang fällt in das tiefe und romantische Tal des Modlivý dùl (Betgraben) ab, in den von einigen Seiten durch enge Schluchten schmale Pfade führen. Der Zugang ist aber auch von der Südseite her auf einem steilen Felsenpfad möglich, den man einst durch eine enge Felsenkluft hergerichtet hat. Am Scheitel des ganzen Kammes entlang führt vom Tisový vrch (Eibenberg) ein Fusspfad, von dem einzelne Abzweigungen auf die Gipfel der randlichen Felstürme führen. Von diesen Punkten öffnet sich eine schöne Aussicht in die mässig gewellte Landschaft um Èeská Lípa (Böhmisch Leipa) mit den auffallenden Dominanten des Bezdìz (Bösig) und Vlhoš (Wilhost, Wilsch), zwischen denen sich eine ganze Reihe niedrigerer Berge der Umgebung von Doksy (Hirschberg), um den Maršovický vrch (Maschwitzberg) herum und auch des weiter entfernten Gebietes um Kokoøín erhebt.

Die hohen Sandsteinfelstürme, die stellenweise bis zu 30 m hinaufragen und also zu den höchsten Felsen der Umgebung gehören, werden hauptsächlich von Bergsteigern aufgesucht. Der westlichste, direkt über der Strasse aufragende Turm wird allgemein mit dem Namen Matterhorn bezeichnet, unweit von ihm sieht man das Massiv der Žluté stìny (=Gelbe Wand), auf deren Gipfel früher eine Aussichtsplattform hergerichtet war. Neben ihr steht der interessanteste Felsen der Schwoikaer Schweiz, genannt Pradìd oder Dìdova skála (Altvater oder Grossvaterstein), deren oberer Teil deutlich das Gesicht eines alten Mannes aufweist. In alten Wanderführern kann man lesen, dass dieser Felsen das Profil Ludwig XIV. abbildet, und er wurde auch oft danach benannt. Durch die enge Schlucht zwischen dem Pradìd und der Žlutá stìna führte früher ein hergerichteter Fusspfad aus Svojkov (Schwoika) in die Felsenwelt. Weiter östlich befinden sich in der gegliederten Felswand noch einige Bergsteigerfelsen, die mit verschiedenen Namen bedacht worden sind, z. B. Kužel (Kegel), Klotylda, Tlouštík (Dickwanst), Vìž pøátelství (Freudschaftsturm) oder Neznámý terè (Unbekannte Zielscheibe). Von den anderen Felsen, die aber im dicht bewaldeten Westabhange des Tisový vrch (Eibenberg) verstreut sind, ist der Èeskolipská vìž (Böhmisch-Leipaer Turm) wahrscheinlich der meistbekannte.

Blick auf die Felsentürme von unten. Aussicht von den Felsengipfeln nach Südwest mit dem Vlhoš und Ronov.

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