Pařez bei Rousínov
(Klötzerberg bei Morgentau)

Der Berg Pařez (Klötzerberg, 536 m) bildet einen etwa 1 km langen bewaldeten Kamm, der aus dem Fusse des Kobyla-Berges (Hengstberg) in ungefähr südwestlicher Richtung auf Rousínov (Morgentau) herausläuft. An seinem Ende verbreitert er sich und bildet eine kleine Plattform mit zwei unauffälligen Gipfeln, von denen der westliche Hauptgipfel aus Basalt, der zweite, östliche und um 3 m niedrigere aus Phonolith besteht. Am Nordwesthange sind einige verschieden grosse Felsen aus verquarztem Sandstein verstreut, die hier offenbar auch teilweise abgebaut worden sind. Im auffälligsten dieser Felsen entstand ein kleiner Überhang und einige kleine Höhlungen. Entlang des Westfusses des Kammes fliesst von Nová Huť (Neuhütte) in Richtung nach Cvikov (Zwickau) der Rousínovský potok (Friedrichsbach), an dem unter dem Gipfel des Pařez ein kleines steinernes Wehr erbaut wurde, von dem ein Mühlgraben das Wasser zum Antrieb der heute schon eingegangenen Glasschleiferei "Rotmühle" am Nordende von Rousínov leitete. Der zum grössten Teil erhalten gebliebene Mühlgraben ist mit Sandsteinquadern gepflastert und mit Phonolithplatten überdeckt, nach etwa 100 Metern ist er unterbrochen und bei höherem Wasserstand entsteht hier ein kleiner Wasserfall.

Aus der Südseite der Klötzerhöhe läuft ein etwa 700 m langer, schmaler, felsiger Kamm heraus, der zwischen die Täler des Rousínovský potok (Friedrichsbach) und Kohoutí potok (Hahnelbach) eingeschlossen ist und dessen höchster Punkt Milíř (Riegel, 458 m) genannt wird. Er besteht aus verfestigtem Sandstein, der ähnlich wie auf dem Dutý kámen (Hohlstein) an einigen Stellen in mehr oder weniger regelmässige, vier- bis sechskantige Säulchen zerfällt. Heute findet man auf der Oberfläche keinen solchen Felsen mit diesen Säulchen mehr, aber mit etwas Glück kann man freiliegende Säulchen auf dem über den Kamm zwischen Rousínov (Morgenthau) und dem Milštejn (Mühlstein) führenden Weg finden.
Die Verfestigung des Sandsteins hat wahrscheinlich ein Basaltgang verursacht, der zwar heute nirgends auf der Erdoberfläche aufgeschlossen ist, dessen Verlauf aber an einigen Felsen mit senkrecht verlaufenden parallelen Wänden, die an beiden Seiten des Weges südlich vom Gipfel des Milíř (Riegel) aufgeschlossen sind, angedeutet ist. Aus dem entwaldeten Teil des Kammes ragen auch einige vereinzelte Felsblöcke mit senkrechten Wänden herauf, von denen es interessante Ausblicke auf Rousínov (Morgentau) und die Wälder in der Richtung zum Velký Buk (Grosser Buchberg) gibt. An der Nordostseite des Milíř (Riegel) befindet sich ein kleiner Sandsteinfelsblock mit eingehauenem Kreuz und der Jahreszahl 1882.
Vom unteren Ende vom Rousínov (Morgenthau) führt entlang des Ostfusses des Pařez (Klötzerberg) und Milíř (Riegel) eine Waldstrasse über den Sattel unter dem Kobyla (Hengstberg) nach Nová huť (Neuhütte). Am Anfange der Serpentine unter dem Sattel liegt an der Strasse die ziemlich ergiebige Quelle Čerstvý pramen (Frischer Born). Die durch ein Holzdach geschützte Quelle entspringt im Graben unmittelbar am linken Strassenrand.

Text: Jiří Kühn; Übersetzung: Petr Kühn.