Lausitzer Gebirge
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Städte und Gemeinden

Kamenická Nová Víska
(Kamnitz Neudörfel)

Verstreute Häuser am Ostrande des Dorfes.

Kamenická Nová Víska (Kamnitzer Neudörfel) ist ein kleines Dörfchen etwa 2,5 km westlich von Èeská Kamenice (Böhmisch Kamnitz), dessen Häuser verstreut zwischen der Hauptstrasse und dem Flüsschen Kamenice (Kamnitzbach) um den Ptaèí vrch (Vogelberg) liegen. Zu ihm gehört auch das an seinem Südostrande an der Kreuzung der Hautpstrasse mit der Bahnstrecke liegende Dorf Víska pod Lesy (Walddörfel, Lattenbüschel).
Kamenická Nová Víska wird zum ersten Male 1387 erwähnt und hatte trotz seiner kleinen Einwohnerzahl vom Anfang an seinen eigenen Dorfrichter. Im 17. Jahrhundert bestand hier ein kleiner herrschaftlicher Meierhof, der ungefähr bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bestand. Wahrscheinlich wurde im Zusammenhang damit im Jahre 1701 das Dörfchen Víska pod Lesy gegründet.

Kurz nach der Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden hier einige Bleichereien und das Dorf begann zu wachsen. Zur Gemeinde gehörte auch die einschichtige Lochmühle am Kamenice-Bach, neben der in den Jahren 1831-1833 der Müller Josef Langer die erste Spinnerei in der hiesigen Umgebung gründete. Im Jahre 1864 baute Franz Preidl in der Nähe der Mühle eine der drei Rabsteiner Spinnereien, die ihren Namen nach einer naheliegenden Waldflur erhielten. Zwei andere Spinnereien waren in Dolní Kamenice (Nieder Kamnitz) und Janská (Jonsbach).
Im Jahre 1849 wurden beide Dorfteile an Markvartice (Makersdorf) angeschlossen, aber schon 1875 machte sich Kamenická Nová Víska selbstständig. Víska pod Lesy wurde im Jahre 1891 von der Gemeinde Markvaritce abgetrennt und mit dem Dorfe Veselé (Freudenberg), und am Ende der 20. Jahre mit Kamenická Nová Víska vereint. Noch im Jahre 1930 lebten im Dorfe 468 Einwohner, aber nach dem Zeiten Weltkrieg war die Einwohnerzahl bedeutend niedriger. Das Dorf wurde deshalb an Veselé angeschlossen und wurde später ein Teil von Èeská Kamenice.

In Kamenická Nová Víska wurde der bedeutende Heimatforscher Anton Paudler (1844-1905) geboren, der später als Augustinianermönch unter dem Namen Amand A. Paudler bekannt wurde. Er war Professor des Böhmisch-Leipaer Gymnasiums und einer der Gründer des Nordböhmischen Exkurionsklubs.

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